Herrnhuter Losung

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Gemeindeleben

Kaleidoskop der Ideen – Sommerfest am 01.07.2012

Was haben ein Lob auf die Schnecke, zwanzig Jahre lang beten für Nachwuchs, Kartoffelsalat mit Gegrilltem, eine Fußballtorwand, eine Wasserrutsche, Dosen liebevoll verzieren und ein anspruchsvolles Quiz miteinander zu tun? Das alles und noch viel mehr gab es auf dem Sommerfest am 01.07.2012.

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Neben viel Musik im Gottesdienst – instrumental und von beiden Chören – gab es auch zwei Predigten, die thematisch perfekt zusammenpassten. In einer Gesellschaft, in der schnelles Tempo zum Standard gehört, fallen Langsamkeit und Warten ziemlich schwer. Eine Schnecke ist langsam, aber sie besitzt einige wichtige Eigenschaften: Beharrlichkeit, Empfindsamkeit, Erdverbundenheit und die Fähigkeit, sich auch mal zurückzuziehen. Und letztendlich scheint Langsamkeit ebenfalls nicht mehr so negativ behaftet zu sein wie noch vor einiger Zeit. Denn man spricht inzwischen schon vom „Entschleunigen“. Aufgrund dieser Fähigkeiten sprach Pastor Bernd Busche ein Lob auf die Schnecke aus. Igor Severin, Pastor unserer Partnergemeinde in Weißrussland, ist mit seiner Frau Valentina gerade zu Besuch bei uns und brachte in seiner Predigt das Thema „Warten können“ auf den Plan. Menschen waren und sind überall an schnellen Ergebnissen interessiert, halten sie vielleicht sogar für ihr gutes Recht, zumindest aber in gewisser Weise als selbstverständlich. Menschen in der Bibel waren manchmal ebenso eingestellt, aber viele hatten auch den Mut, lange für eine bestimmte Sache zu beten. So betete Isaak, einer der Stammväter des Volkes Israel, zwanzig Jahre dafür, dass seine Frau schwanger werden würde. Schließlich bekam sie dann sogar Zwillinge. Auch heutzutage beten Menschen oft lange für eine bestimmte Sache, und manche Leute lachen sie dafür zum Teil aus, frei nach dem Motto „Daran wird sich nie etwas ändern.“. Aber es gibt Veränderung, oft in erstaunlicher und unfassbarer Art und Weise.

Nach diesem geistlichen Input wurde die Aufmerksamkeit erstmal auf den Kirchenkaffee und das anschließende Mittagessen mit Grillen, Salaten und allen möglichen anderen Leckereien gelenkt. Aufgrund des Wetters konnten die Aktivitäten alle im Freien stattfinden, zwei kurze Regenschauer taten dabei der ausgelassenen Stimmung keinen Abbruch. Es gab jede Menge interessanter Möglichkeiten für Spiel und Spaß: Torwandschießen, Schubkarrenrennen, Tauziehen, Kletterwand besteigen, Nägel einschlagen, auf Luftballons mit Pfeilen schießen, Enten mit Magneten angeln, Dosenwerfen, Kugelschreiber versenken (eine ziemlich ungewöhnliche Idee), Kinderschminken, Ketten basteln, Dosen verzieren, Pesto herstellen, Bücherbasar und ein sehr anspruchsvolles, kniffeliges Gemeindequiz mit Fragen, für die man richtig in alten Unterlagen stöbern musste… es sei denn, es gab Leute, die sich mit der Geschichte der Gemeinde noch gut auskannten. Als gegen 15.00 Uhr die Sonne herauskam und es sehr angenehm warm wurde, konnte auch endlich die Wasserrutsche in Betrieb genommen werden… ein köstliches Spektakel, bei dem die Kinder und Teenies in Badesachen rutschten und die Erwachsenen in „voller Montur“.

Beim gemeinsamen Abschluss gegen 16.30 Uhr wurde dann die Quizfragen noch aufgelöst und die drei, die die meisten Fragen beantworten konnten, prämiert.Insgesamt war es ein sehr gelungener Tag, an den man sich gerne zurückerinnert und ein schöner Auftakt für den einwöchigen Besuch des Pastorenehepaars Severin aus unserer Partnergemeinde in Hutor.