Herrnhuter Losung

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Gemeindeleben

Skifreizeit der Jugend an Ostern in Gargellen

7. April 2012. Wermelskirchen. Die Allgemeinheit wartet auf die Sonne und hofft auf einen schönen Frühling. Der Winter ist lang genug gewesen. Nein halt. Da sind 28 junge Leute, um 5:00 morgens am Gemeindezentrum in der Neuschäferhöhe. Viel Gepäck wird verladen. Gute Laune trotz der Uhrzeit. Es geht los nach Gargellen, einem Wintersportort in Österreich.2012_skifreizeit_gruppe_teaser

Anfänglich ist die Stimmung im Bus noch verhalten. Die Jugendlichen kennen sich noch nicht alle. Das ändert sich aber schnell. In einem engen Bus, einem Haus fernab jeder Zivilisation mit schlechtem Internetzugang, keinem Fernseher und viiiiieeeelen Gesellschaftsspielen werden wir Mitarbeiter Zeugen und Teil einer wunderbaren Gruppendynamik. Es spielt keine Rolle, ob ein Spiel für Kinder gedacht ist, ob der Klöppel, auf den man mit der Hand schlagen muss, zerbricht und Wunden hinterlässt, die bis heute sichtbar sind, ob es ein uraltes Strategiespiel namens Schach ist oder ob – ja genau – es ein Puzzle ist, alles wird gespielt. Ohne Alkohol. Mit Spaß. Einfach Gemeinschaft. Aber Augenblick, da war doch noch was. Wo ich so erzähle, vergesse ich fast, warum wir für ein paar Gesellschaftsspiele und eine gute Gemeinschaft nach Österreich fahren mussten: für das Glück, ein paar Tage auf Brettern präparierte Berge runterzurutschen. Bei meistens gutem Wetter und sehr viel Schnee bot uns das Montafon viel Abwechslung und wunderschöne Ausblicke.Gedanklich begleitet hat uns das Kreuz. Wir haben uns von Ostern herausfordern lassen und uns die Frage gestellt: Hat das alte Kreuz, an dem Jesus hing, heute noch irgendeine Bedeutung für einen jungen Menschen? Was erzählt uns das Kreuz über Gott, über die Welt, über uns? Wir haben uns über die Richtungen des Kreuzes einer Antwort angenähert. Es gibt die Vertikale und die Horizontale. Sie sollten für uns symbolisch für Beziehungen stehen. Die Vertikale zeigt, dass jeder Mensch in einer Beziehung zu Gott steht. Gott macht uns, er gibt uns Stärken, Schwächen, Begeisterung, Kreativität und Beziehungen zu anderen Menschen. Diese Beziehungen werden vom horizontalen Stab des Kreuzes dargestellt. Niemand ist allein. Und dieses Kreuz der Beziehungen zu tragen, ruft Gott uns auf. Den Platz einzunehmen, an dem unsere Begabung, die Gott uns schenkt, und das Leid der Menschen um uns herum zusammenkommen, das ist unser persönliches Kreuz. Und es ist unsere persönliche Berufung. Ostern erzählt uns davon, wie Jesus genau diesen Platz einnahm und ihn nicht verließ, obwohl es seinen Tod bedeutete. Wir als junge Generation möchten diesen Platz auch suchen und finden. Auch wenn es etwas kostet.

Die Bilanz: Viel Spaß, super Gemeinschaft, zwei gebrochene Knochen, neue Freundschaften, vier Leute können jetzt ein bisschen snowboarden, Mitarbeiter: top, Teilnehmer: top, Golf kann man auch mit Socken auf dem Klo spielen, Jugendliche sind nicht zu cool fürs Puzzlen, Alkohol wird überbewertet und das Kreuz hat uns viel mehr zu sagen, als wir erwarten.

Jugendpastor Albert Esau