Herrnhuter Losung

Die Losung wird geladen...

Gemeindeleben

Take me to the water - Taufe am 29.01.2012

Mit diesem Gospel-Song eröffnete der Singkreis “Voices” den Taufgottesdienst am 29.01.2012. Ein passenderes Lied konnte es wohl auch nicht geben, denn genau darum ging es „take me to the water I wanna be baptized“ (führe mich ins Taufwasser, ich möchte getauft werden). Zehn junge Leute hatten sich zur Taufe gemeldet und im Vorfeld mit Jugendpastor Albert Esau einen Taufkurs absolviert.p2490829_teaser

Darin hatten sie sich intensiv mit dem Glauben an Jesus Christus und einem Leben in seiner Nachfolge beschäftigt. Darauf ging Pastor Albert Esau noch einmal in seiner Predigt über Gal. 2, 20 ein. „Nun aber lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir.“ Zunächst mag das für Teenies etwas abstrakt wirken, allerdings wäre noch zu überlegen, was Erwachsene sich darunter vorstellen können. Deshalb stellte Albert Esau eine ganz einfache Formel auf, und zwar Jesus Christus = Leben. Das klingt zunächst sehr simpel, und man stellt schnell die Frage, ob man es sich so einfach machen darf. Ja, man darf, sagte Albert Esau, denn Jesus hat neue Voraussetzungen für das Leben geschaffen, indem er die Trennung zwischen Gott und Menschen überwunden hat. Wenn nun Jesus in einem Menschen lebt, verwandelt er ihn auch Stück für Stück, und dazu benötigt man Glauben. Albert Esau machte den Täuflingen Mut zu diesem Glauben. Er benannte dazu einige Tatsachen, z.B. dass man sich am Tag nach der Taufe irgendwie gar nicht so verwandelt fühlen wird, dass man sich fragt, was sich überhaupt verändert hat, weil einem doch irgendwie alles wie früher erscheint… die alten Probleme, die alten Gefühle, man mag auch dieselben Leute nicht, die man vorher schon nicht mochte… Das wäre ganz logisch, sagte Albert Esau, denn man steigt aus dem Taufbecken nicht als ein Mensch sozusagen mit Heiligenschein, weil alle schlechten Eigenschaften von einem abgefallen sind. Da ist noch ganz viel von dem alten Menschen. Aber man lebt jetzt im Glauben an Jesus Christus und in der Nachfolge, in der Gewissheit, dass Jesus einen verändern kann und will, wenn wir ihm Raum dazu geben. Deshalb feiern wir heute auch diese Taufe, meinte Albert Esau, weil wir das Leben feiern. Wir sitzen nicht einfach unsere Zeit hier auf der Erde ab, sondern Gott schenkt uns durch Jesus eine ganz neue Lebensqualität.

Nach der Predigt, die mit ihrem Sprachstil perfekt auf die jungen Leute abgestimmt war, sprach die Gemeinde das Apostolische Glaubensbekenntnis. Anschließend wurden die Täuflinge nach vorn gebeten, um auch selbst vor der Gemeinde zu bekennen, dass sie an Jesus Christus glauben und das in der Taufe öffentlich bekennen wollen. Vor der Taufhandlung jedes einzelnen las jeweils der Taufbegleiter den Taufspruch. Sowohl den Vers als auch den Taufbegleiter hatten sich die Täuflinge selbst auswählen dürfen. Musikalisch wurde die Taufe von drei Liedern des Singkreises begleitet, indem jeweils zwischen den einzelnen Taufhandlungen ein Liedvers gesungen wurde.

Als sie wieder Straßenkleidung trugen, wurden die Täuflinge von drei Gemeindemitgliedern gesegnet und bekamen von Gemeindeleiter Volker Ingo Preyer ein Geschenk, für das sie sich aus einer Auswahl entscheiden konnten: Eine Bibel, eine Konkordanz oder ein Bibellexikon – ein ziemlich „dicker Schinken“, wie Volker Ingo Preyer scherzhaft, allerdings auch sehr treffend bemerkte. Nach dem Gottesdienst mit Abendmahl wurden die jungen Leute nach vorn gebeten, damit man sie dort beglückwünschen konnte. Anschließend gab es für die gesamte Festgemeinde warmes Mittagessen in den Gemeinderäumen im Souterrain. Den ganzen Tag bestimmte eine ungezwungene und fröhliche Atmosphäre inklusive viel Musik von der Gemeinde, dem Männerchor und dem Singkreis.

„Darum lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir! Mein vergängliches Leben auf dieser Erde lebe ich im Glauben an Jesus Christus, den Sohn Gottes, der mich geliebt und sein Leben für mich gegeben hat.“ (Bibelübersetzung Hoffnung für alle)