Herrnhuter Losung

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Gemeindeleben

Himmelstür - Das Musical mit der unbequemen Wahrheit

Am 13.10.2011 führten 50 Teenies des Vereins Musical-Teens, unter ihnen auch zwei Jungen aus unserer Gemeinde, in unserem Gemeindezentrum das Musical „Himmelstür“ auf. Dazu hatten sie im Gottesdienstraum ihre Bühne und eine andere Bestuhlung aufgestellt. Tatkräftige Unterstützung bekamen sie dabei von Mitgliedern unserer Gemeinde, denn der Aufwand war sehr professionell und von daher auch enorm. Aber wozu das ganze Engagement, wenn man noch nicht einmal Geld dafür bekommt, denn der Eintritt war frei.p2480400_teaser

„Himmelstür“ dreht sich wie zwei weitere Musicals aus dem Repertoire der Musical-Teens um das Thema Sinn des Lebens. Warum gibt es mich überhaupt? Wozu lebe ich eigentlich? Und schließlich auch die heiß diskutierte Frage, ob nach dem Tod alles aus ist bzw. was nach dem Tod kommt. Die Aussage, die die Bibel dazu macht, ist mit Abstand die unangenehmste und somit auch unbequemste von allen. Denn sie sagt, dass man sich in diesem Leben entscheiden muss, wo man nach dem Tod sein wird. Es gibt kein Nichts, und es gibt auch keine zweite, dritte und soundsovielte Chance, sich nach dem Tod irgendwie „hochzuarbeiten“, um schließlich in einer schönen Atmosphäre ewig weiterzuleben. Die Bibel sagt, dass man durch den Glauben an Jesus Christus in den Himmel kommt, und wenn man nicht an ihn glaubt, in die Hölle. Genau um diese Frage bzw. Aussage dreht sich das Musical „Himmelstür“. Am Beispiel einer Familie wird gezeigt, welche Einstellungen und Prioritäten die einzelnen Personen haben. Die Großmutter ruft kurz vor ihrem Tod die Familie zusammen und bittet ihre Kinder und Enkel inständig, sich doch für ein Leben mit Jesus zu entscheiden. Nur kaum einer will sich darauf einlassen. Gerade mal ihre Tochter, die zwei Kinder hat, ist Christ. Der Ehemann interessiert sich nur für die Finanzen, die Töchter wollen nur ihren Spaß, und die Tante engagiert sich zwar ehrenamtlich und kirchlich, aber wirklich gläubig ist sie nicht. Nach dem Tod der Großmutter stirbt ein Familienmitglied nach dem anderen ganz plötzlich und unerwartet. Nach jedem Tod tritt dann der Teufel auf und überlegt sich, wie er der nächsten aus der Familie auf seine Seite ziehen kann, was ihm bei fast allen gelingt. Übrig bleiben nur die gläubige Mutter und die eine Tochter, die drogenabhängig ist. In ihrer tiefsten Not und Verzweiflung wendet sich die Tochter schließlich Jesus zu und beginnt ein Leben mit ihm. Das macht sie froh und frei. In der letzten Szene geht es dann darum, wer von den Familienmitgliedern nach dem Tod in den Himmel kommt, also durch die Himmelstür gehen darf. Es stellt sich heraus, dass wirklich nur die in den Himmel kommen, die an Jesus geglaubt haben. Für die anderen gibt es ein böses Erwachen.

Diese Botschaft ist für viele Leute im 21. Jahrhundert abgedroschen, lächerlich oder provokant. Schließlich hat die Kirche in den vergangenen Jahrhunderten die Angst vor der Hölle oft dazu missbraucht, um Menschen gefügig zu machen. Zum anderen leben wir in der westlichen Hemisphäre sehr diesseitsbezogen. Das Leben findet jetzt statt, hier möchte man etwas erreichen. Den Gedanken daran, was später sein wird, blendet man lieber aus. Menschen in früheren Epochen lebten sehr jenseitsbezogen. Sie machten sich extrem viele Gedanken über das Weiterleben nach dem Tod, man bedenke nur einmal die großartigen Grabmäler wie z.B. die Pyramiden. Vielleicht erscheint es uns auch billig, dass man erst, wenn man „ganz unten“ ist wie die drogenabhängige Tochter, überhaupt bereit ist, sein Leben zu überdenken und etwas zu ändern. Aber genau genommen werden wir ja auch immer dann besonders aktiv, wenn wir in der Klemme sitzen. Das folgende Beispiel mag etwas hinken, aber es zeigt sehr plastisch, wie real Dinge werden können, die uns im jetzigen Moment wie Hirngespinste vorkommen. Carl Benz wollte einen pferdelosen Wagen erfinden, weil die meisten seiner Zeitgenossen sich keine private Kutsche leisten konnten. Seine Gegner sagten, er sei verrückt, das würde nie funktionieren, ein pferdeloser Wagen, wo gibt’s denn so was. Dass es doch funktioniert hat, sieht man daran, dass wir heute alle mit Autos fahren. Einige führen sogar seinen Namen im Firmenlogo.

Auch wenn wir uns heute manchmal fragen, ob diese Botschaft von Himmel und Hölle nicht etwas sehr überspannt ist, sollte man daran glauben, wenn man die Aussagen der Bibel ernst nimmt. Jesus zwingt niemanden, an ihn zu glauben. Auch die Teenies, die das Musical aufgeführt haben, hat niemand gezwungen, dort mitzumachen. Sie haben sich engagiert, weil es ihnen ein Herzensanliegen ist, auf diese biblische Botschaft hinzuweisen. Vielleicht sagt jetzt der eine oder andere: Können die das in ihrem Alter denn schon richtig einschätzen? Die sind doch eigentlich noch viel zu jung dafür. Allerdings können Jugendliche in diesem Alter viele Sachen schon besser einschätzen als Erwachsene – man denke nur mal an die ganzen technischen Raffinessen, die sie beherrschen. Und deshalb bleibt es dabei: Die Botschaft ist klar, aber die Entscheidung kann einem niemand abnehmen.

Mehr Infos unter: www.musical-teens.de und www.musical-himmelstuer.de