Herrnhuter Losung

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Warum Glaube großartig ist – brotzeit-Event am 27.09.2019 mit Journalist Daniel Böcking, stellvertretender Chefredakteur bei BILD

Ein Christ bei BILD – um Himmels willen! stand auf den Werbeplakaten für dieses brotzeit – Event. Ein christlicher Journalist bei einer „ganz normalen“ Tageszeitung erscheint einem vom Gefühl her eher ungewöhnlich. Aber bei einer Zeitung mit diesem einschlägigen Ruf?2019 09 27 warum glaube grossartig ist brotzeit event am 27092019 7 20190929 1855715944

Ein paar Bemerkungen von Daniel Böcking vorweg: Bei der BILD-Zeitung arbeiten keine amateurhaften Schreiberlinge, sondern studierte Journalisten, die sich bemühen, Themen wahrheitsgemäß zu berichten. Dass es mal eine Falschmeldung gibt, ist unvermeidbar, aber diese Zeitung lügt nicht. Die Art und Weise, wie berichtet wird, gefällt dem einen oder anderen Leser nicht, für die eher links eingestellten Leute ist sie fast schon ein Sprachrohr der AfD, für die eher rechts eingestellten Leute eine Verlängerung der linksgerichteten Parteien. Auch geht ein Aufschrei durch das Land, wenn hochbrisante Themen – und am besten noch Fotos dazu – auf der Titelseite stehen. Aber letztendlich sind es keine Lügenmärchen, sondern knallhart auf den Punkt gebrachte Tatsachen, mit denen man sich mitunter nicht so gern auseinandersetzen will.

Diese brotzeit-Veranstaltung hatte mal wieder viele Facetten, denn neben dem Interview, dass Angie Siebel und Pastor Albert Esau mit Daniel Böcking führten, gab es einige sehr schöne Musikbeiträge einer Band, die sich extra für diesen Abend zusammengefunden hatte und natürlich wieder ein wunderschönes Ambiente mit vielen Köstlichkeiten nach dem offiziellen Part. Für das Interview hatte man sehr gemütlich eine Sitzecke platziert, die ein entspanntes Ambiente erzeugte. Die natürlich hochinteressante und zentrale Frage war: Wie wird ein ganz normaler Journalist bei einer ganz normalen Tageszeitung Christ und wie reagiert sein Umfeld darauf? Theoretisch hätte man ihn auch unter einem Vorwand „rauswippen“ können, weil er nicht mehr zum Team passte. Das geschah aber nicht, es herrschte eine große Offenheit, und es kamen viele positive Reaktionen.

Auch wenn Daniel Böcking aus einem evangelisch landeskirchlichen Umfeld stammte und als Kind getauft war, berührte ihn der christliche Glaube nicht wirklich, Jesus kam nicht vor. Das änderte sich in Zusammenhang mit Katastrophenereignissen, über die er vor Ort berichten musste. Er nannte hier das Beispiel des Erdbebens von Haiti in 2010. Dort kam er in Kontakt mit freiwilligen Helfern, die zuhause alles stehen- und liegengelassen hatten, um dort Menschen beizustehen. Er erfuhr von ihnen, dass sie von ihrem Umfeld eher wenig oder gar keinen Dank erhielten, wozu also diese Mühen… Es ging ihnen um Jesus, darum, in seinem Sinne zu handeln, sie wollten nicht irgendwelche Helden sein. Das veranlasste Daniel Böcking, über Jesus zu recherchieren. Er fing an, die Bibel zu lesen, kam mit Christen ins Gespräch, lernte beten. Er erfuhr auch Antworten im Gebet und merkte, dass Glaube nicht von gestern ist, sondern absolut am Puls der Zeit. Das veranlasste ihn, sich wirklich für ein Leben mit Jesus zu entscheiden, und er hat diesen Schritt nie bereut. Seinen Glauben zu bezeugen, macht ihm sehr viel Spaß, und er hofft auch gerade durch solche Veranstaltungen, dass jemand den Impuls bekommt, es doch auch mal zu versuchen.

Sehr originell war ferner der Part gegen Ende des Interviews, wo Leuten aus dem Publikum die Möglichkeit eröffnet wurde, selbst Fragen an Daniel Böcking zu stellen. Zwei Personen trauten sich das auch und bekamen klare Antworten.

Zuletzt möchte ich persönlich noch eine Bemerkung machen: Daniel Böcking brachte zwei Beispiele von Berichten, weswegen die Zeitung harte negative Kritik erleben musste. In beiden Fällen war das Thema sehr provokant, aber es war so gewollt, weil man die Leser aufrütteln wollte. Andere Zeitungen ergreifen ebenfalls Partei, Berichterstattung ist nie komplett neutral. Der Vergleich hinkt zwar extrem, aber letztendlich hat auch Jesus seine Mitmenschen provoziert, um sie aufzurütteln und ihnen Mut zu machen, ihr Leben zu ändern. Und es war für die, die sich darauf einließen, eine große Befreiung.

Stefanie Hauck