Herrnhuter Losung

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Inhalte des Baptismus

Die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Wermelskirchen gehört zum Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R. (BEFG) mit Sitz in Bad Homburg. Dieser Bund zählt rund 88.000 Mitglieder in 930 Gemeinden und Zweiggemeinden und bildet damit die größte evangelische Freikirche in Deutschland.

90 Prozent aller Mitglieder, darunter auch die EFG Wermelskirchen, sind Baptisten. Diese Glaubensgemeinschaft gibt es seit dem 17. Jahrhundert. Sie entstand unter englischen Religionsflüchtlingen in Holland, die sich dem Staatskirchentum verweigerten und Gemeinden von Gläubigen bilden wollten. Ihren Namen, abgeleitet vom griechischen Wort baptistes = ‚Täufer’, erhielten die Baptisten damals von ihren Gegnern, weil sie die Kindertaufe als unbiblisch ablehnten und die Gläubigentaufe praktizierten.

Die wichtigsten Glaubensgrundsätze der Baptisten sind:

Die Bibel als Richtschnur für Glaube und Leben
Wir Baptisten sind evangelische Christen, die sich allein auf die Bibel, d. h. auf Gottes Wort, als Richtlinie für Glauben und Leben berufen.
Uns verbindet untereinander und mit Christen anderer Konfessionen der persönliche Glaube an Jesus Christus, Gottes Sohn. Wir vertrauen darauf, dass Gott uns durch den Heiligen Geist zum richtigen Verstehen der Bibel und zum Tun seines Willens leitet. Wir versuchen, in unserem persönlichen Leben Jesus Christus nachzufolgen und die Liebe Gottes in dieser Welt erfahrbar zu machen.

Die Taufe auf das Bekenntnis des Glaubens
Wir Baptisten unterscheiden uns von anderen (Landes-)Kirchen dadurch, dass wir nur Menschen taufen, die sich bewusst für ein Leben mit Jesus Christus entschieden haben und ihre persönliche Glaubensentscheidung öffentlich vor der Gemeinde bekannt haben.
Durch die bewusste Glaubensentscheidung und Taufe wird man Mitglied der Gemeinde. Von Getauften wird erwartet,  dass sie sich mit ihren Gaben und Möglichkeiten in das Wirken der Gemeinde einbringen.

Die Ortsgemeinde als selbständige Gemeinde von Gläubigen
Unsere Gemeinden sind Freikirchen, d.h. gegenüber Staat und anderen Institutionen unabhängig. Wir verwalten uns als Ortsgemeinde selbständig. Wir erheben keine Kirchensteuern, sondern finanzieren unsere Aufwendungen von Pastorengehältern über Bau und Unterhalt der Gemeindehäuser bis zur Unterstützung für Menschen in Not aus Spenden und freiwilligen Beiträgen der Mitglieder. Viele geben zehn Prozent ihres Einkommens und mehr.
In Anlehnung an die Bibel gibt es bei Baptisten  keine Ämterhierarchie und keine kirchliche Handlung, die ausschließlich Amtsträgern vorbehalten wäre. Höchstes Entscheidungsgremium ist die Versammlung der Mitglieder (Gemeindeversammlung).
Im Gottesdienst ist uns die Nähe zu Jesus und die Gemeinschaft miteinander besonders wichtig. Zentrale Elemente des Gottesdienstes sind der Lobpreis Gottes, die Verkündigung des Evangeliums und das Gebet.
Die Bibel gibt uns auch den Auftrag zur Verkündigung des Evangeliums außerhalb der Gemeinde, d. h. zur Evangelisation und zur Mission, in der Heimat wie im Ausland.

Die Baptisten in Deutschland unterhalten viele Kontakte zu anderen Kirchen, Freikirchen und internationalen Organisationen. Sie engagieren sich in der Deutschen Evangelischen Allianz und haben die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen mitgegründet. Sie gehören zur Europäischen Baptistischen Föderation (EBF) und zu den rund 50 Millionen Mitgliedern des Baptistischen Weltbundes (BWA).

Innerhalb des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland (BEFG) gibt es drei Diakoniewerke mit über 7.000 Mitarbeitern für kranke und alte Menschen und für Menschen mit Behinderungen. Ferner gibt es in gemeindlicher Trägerschaft baptistische Kindergärten, Altenheime, Tagesstätten, Studenten- und Obdachlosenwohnheime.

Im Bildungszentrum Elstal bei Berlin werden ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter ausgebildet.

Weitere Informationen zum Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) und die Adressen der zugehörigen Gemeinden finden Sie unter www.baptisten.de.