Herrnhuter Losung

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Gemeindeleben

Sport ist Mord? Nicht bei Gott! Ein Gottesdienst mit „Ride Nature“ am 13.05.2018

Lange Zeit standen das Thema christlicher Glaube und sportliche Aktivitäten im Gegensatz zueinander. Inzwischen ist man zu einer anderen Einstellung gelangt. Warum nicht Menschen an der Stelle begegnen und von Gott erzählen, wo sie sich zuhause fühlen, wo ihr Herzblut ist? Und das ist gar nichts Neues: Der Apostel Paulus spricht schon im Korintherbrief davon, anderen genauso zu begegnen.

Bibelkenner denken wahrscheinlich sofort an den Satz in 1. Kor. 9, Verse 20 – 22: „Den Juden ein Jude, den Griechen ein Grieche“. Lebte Paulus heute, würde er sagen: „Den Surfern ein Surfer und den Skatern ein Skater.“ Dabei geht es vor allem darum, Menschen an dem Platz zu erreichen, an dem sie sich wohlfühlen, sich sicher fühlen und an dem sie Freude haben. Viele Leute sind begeistert vom Actionsport. Gerade Surfen und Skaten stehen bei männlichen Teenies und jungen Erwachsenen hoch im Kurs. Ist christlicher Glaube da nicht total uncool? Eben nicht, vermittelt „Ride Nature“ mit Sitz in Florida. Es ist der Wunsch dieser Organisation, gerade Kindern und Jugendlichen in ärmeren Regionen die Möglichkeit zu geben, Actionsport zu machen und dies mit der Verkündigung des Evangeliums zu verbinden. Dabei soll die Zeit vor Ort nicht nur so eine Art Highlight, sondern durch Schulung von Mitarbeitern nachhaltig sein. https://www.ridenature.org/

Was hat nun eine Organisation aus Florida mit Wermelskirchen zu tun, wo es weder Sand noch Strand und meist nur Wasser von oben gibt? Zwei Brüder aus unserer Gemeinde, Theo und Ingmar Thomas, haben sich ehrenamtlich für einige Monate verpflichtet, bei Ride Nature mitzuwirken. Zuerst war es Theo, jetzt Ingmar, der an diesem Sonntag seine Freunde aus dem Team mitgebracht hatte, um die Arbeit genauer vorzustellen. Das Thema des Gottesdienstes hieß „Gott lieben“. In diesem Zusammenhang passten nicht nur die Beiträge unserer Jugendband, sondern auch ein Interview mit einigen Gemeindemitgliedern. Sehr deutlich ging auch Garrett Bockstanz in seiner kurzen Predigt, die von Ingmar übersetzt wurde, darauf ein. Dass wir überhaupt Gott lieben können, liegt daran, dass er uns zuerst geliebt hat. Denn wie könnte sonst eine Beziehung gelingen, wenn der eine nicht auf den anderen zugeht? Nun liegt es an uns, Gottes Liebe zu erwidern.

Liebe drückt sich in vielen Facetten aus. So hatten einige Mädels aus der Jugend für den Kaffee nach dem Gottesdienst im Foyer Waffeln gebacken. Auch ein schönes Zeichen: Runde Waffeln bestehen aus fünf Herzen. Einzeln schmecken die Herzen gut, aber wenn die Waffel zusammenbleibt, kann man sie köstlich belegen. Zusammenhalt macht stark und eröffnet neue Horizonte.