Herrnhuter Losung

Die Losung wird geladen...

Gemeindeleben

Nicht das Gleiche wie jedes Jahr oder etwa doch? – Weihnachtsgottesdienst der Arche am 17.12.2017

„Ach, das ist doch immer das Gleiche! Die Geschichte kennen wir schon!“ Die einen sagen es, die anderen denken sich ihren Teil. Und es stimmt ja auch irgendwie. An der Weihnachtsgeschichte ändert sich nichts. Was sich aber ändern kann, ist, dass nicht nur den Hirten ein Licht aufgeht...2017 12 17 nicht das gleiche wie jedes jahr oder etwa doch weihnachtsgottesdienst der arche 7 20171223 1914780564

Eingerahmt von vielen schönen instrumentalen Musikbeiträgen der Arche–Kinder wurde die Weihnachtsgeschichte diesmal anders erzählt und untermalt von Weihnachtsliedern, die von den entsprechenden Szenen handeln. Alles dreht sich um den jungen Hirten Daniel, der zum ersten Mal ganz allein die Schafherde hüten darf, und er ist ganz stolz, dass man ihm diese Aufgabe übertragen hat. Völlig überraschend erscheint ein Engel in der Nacht und verkündet ihm die Botschaft der Geburt des Retters. Daniel ist ziemlich perplex, zumal er es seltsam findet, dass ausgerechnet ein Kind der Retter sein soll. Aber weil der Engel ihn aufgefordert hat, das Kind zu suchen, macht er sich auf den Weg. Die Schafe nimmt er mit, schließlich kann er sie nicht allein lassen. Der Retter soll ein Königskind sein… dann müsste man es doch in einem Schloss finden. Aber Fehlanzeige. Die Leute sind abweisend und haben keine Erklärung. Zu den Beduinen solle Daniel mal gehen, die wissen eigentlich immer über das Neueste Bescheid. Aber auch dort Fehlanzeige. Allerdings sind sie sehr freundlich zu Daniel und laden ihn ein zu bleiben. Doch der junge Hirte will nicht bleiben, er will unbedingt das Kind suchen. Die Schafe wollen schließlich nicht mehr, sind müde und durstig und laufen ihm weg. Endlich erreichen sie alle wieder den Heimatstall und finden dort das Kind in der Krippe. Daniel ist überrascht, aber was ihn am meisten beeindruckt, ist, dass man ihm keine Vorwürfe macht. Im Gegenteil, er erhält den Zuspruch „Du wirst schon erwartet!“.

Wer die Originalgeschichte aus der Bibel kennt, wird sich wundern und sagen: „Das ist doch eine Mixtur aus der Szene mit den Hirten auf dem Feld, denen der Engelchor erscheint und den Sterndeutern aus dem Morgenland, die das Kind zuerst in Jerusalem suchen.“ Stimmt. Und dennoch ist es total richtig. Gott lässt sich finden, gerade da, wo wir sind. Genau darauf ging Jugendreferent Christoph Bartels anschließend in seiner kurzen Andacht ein. Suchen kann anstrengend, aufregend und frustrierend sein, wenn am Ende nichts dabei rauskommt. Was den Hirten Daniel angeht: Er ist wieder da, wo er am Anfang schon war. Aber gerade dort findet er das Kind, in seinem Alltag. Gott lässt sich finden, mittendrin im Leben. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

„Ich weiß nicht, wo du Gott suchst, wenn Du ihn suchst“, meinte Christoph Bartels. Hätte Daniel nicht auch eine Abkürzung nehmen können? Wohl nicht. Das Leben besteht aus Erfahrungen. Das Geniale ist aber, dass Gott uns schon erwartet. So eine Erfahrung kann man sich nur wünschen, denn sie geht weit über materielle Sehnsüchte hinaus.

In diesem Sinne wünschen wir allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und ein glückliches, gesegnetes Jahr 2018.

  • Beschreibung:

    Gleich geht's los!

  • Beschreibung:

    Instrumentale Musikstücke der Arche-Kinder.

  • Beschreibung:

    Einleitung für das Bühnenstück.

  • Beschreibung:

    Der junge Hirte Daniel.

  • Beschreibung:

    Auf geht's, wir suchen das Kind!

  • Beschreibung:

    An diesen Wachen kommt keiner so einfach vorbei.

  • Beschreibung:

    Pech gehabt, hier gibt es kein Königskind.

  • Beschreibung:

    Bei den Beduinen.

  • Beschreibung:

    Leider wissen die auch nicht weiter.

  • Beschreibung:

    Christoph Bartels erklärt in seiner Andacht: "Gott lässt sich finden, er erwartet uns sogar schon."