Herrnhuter Losung

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Gemeindeleben

„Und woran glauben Sie?“ – Missionsgottesdienst mit Christoph Haus am 25.06.2017

Diese Frage stellte ein ausländischer Christ seinen Mitreisenden in einem deutschen ICE. Er war erstaunt, dass niemand miteinander sprach und alle nur auf ihre Smartphones, Tablets und Notebooks starrten und mit den Fingern hin und her wischten. Als er von dieser Erfahrung später seinen deutschen Glaubensgeschwistern erzählte, entgegneten die, man würde man doch hier nicht einfach fremde Leute auf ihren Glauben ansprechen.2017 06 25 missionsgottesdienst mit christoph haus 4 20170626 1781024145

Aber warum eigentlich nicht? Warum redet man so wenig miteinander und oftmals nur – wie es scheint – peinlich berührt über den Glauben an Jesus Christus? Ende des 19. Jahrhunderts sah es nämlich ganz anders aus. Europäer gingen ins Ausland, um dort das Evangelium zu erzählen. Inzwischen ist es eher andersrum: Amerikaner, Afrikaner und Asiaten erklären uns Europäern, wie christlicher Glaube in die Tat umgesetzt wird. Mal abgesehen davon, dass einem das schon zu denken geben sollte, hat man in der Leitung der Europäisch-Baptistischen Mission (ebm) längst erkannt, dass die Leute vor Ort sich wesentlich besser mit den Bedingungen auskennen und dass sie dann auch die richtigen Entscheidungen treffen. Deshalb ist Christoph Haus, der heute in unserem Gottesdienst zu Gast war, zwar der Generalsekretär der ebm, allerdings treffen die Leitungspersonen in bestimmten Ländern und Regionen die Entscheidungen. Natürlich spricht man sich ab, aber es ist nicht so, dass einer allein seinen Willen durchsetzt. Christoph Haus erklärte sehr anschaulich und fesselnd, wie die ebm entstanden war und wie sie sich inzwischen entwickelt hat. Die Situation in den einzelnen Ländern ist oft nicht ganz ungefährlich: Ein Pastor, der in der Türkei Gemeinden gründet und betreut, hat einen persönlichen Bodyguard (übrigens ein Moslem). Dennoch tritt er mit sehr viel Mut und Überzeugung auf und hat einen guten Ruf bei den Leuten in seiner Umgebung, von denen fast alle Moslems sind. Ein anderes Beispiel ist Indien: Dort fehlt es oft am Nötigsten. Dennoch tragen die Christen Lebensmittel zusammen, um sie mit noch ärmeren Leuten zu teilen. Eine Tatsache, die schon ganz zu Anfang der christlichen Kirche in Apostelgeschichte 2 berichtet wird.
Seine Predigt begann Christoph Haus mit einer Anekdote: Eine Consulting Firma hatte einen Eignungstest für die zwölf Jünger Jesu erstellt. Bis auf Judas Iskariot (der Jesus später verriet) waren sie alle durchgefallen. Ungeeignet: Zu schwach, zu aufbrausend, zu arrogant, zu ungläubig, kein guter Ruf. „Komischerweise“ waren sie aber trotzdem fähig, die Nachricht von Jesus weiterzuerzählen, und diese Bewegung hat bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren. „Gott braucht keine Profis“, erklärte Christoph Haus, „jeder von uns kann etwas in Gottes Auftrag tun.“
Das passte sehr gut zu einem weiteren Beitrag zum Thema Mission: Wie schon sein Bruder Theo, stellte Ingmar Thomas ein Projekt vor, bei dem er jetzt für einige Monate mitmachen wollte. Es geht um Mission unter Sportbegeisterten in Florida. Man kommt beim gemeinsamen Ausüben von Skateboardfahren ins Gespräch. Genau das ist der springende Punkt: Jesus ging auf die Menschen in seiner Umgebung zu, er besuchte sie, er aß mit ihnen, er lehrte sie und zog so viele Menschen an. Deshalb folgen wir als Christen seinem Beispiel.

  • Beschreibung:

    Christoph Haus berichtet über die Aktivitäten der ebm.

  • Beschreibung:

    Christoph Haus

  • Beschreibung:

    Verantwortliche der ebm vor Ort.

  • Beschreibung:

    Ingmar Thomas stellt das Missionsprojekt in Florida vor.

  • Beschreibung:

    So sieht ein Skateboardplatz aus.

  • Beschreibung:

    Pastor Albert Esau verabschiedet Ingmar...

  • Beschreibung:

    ... und segnet ihn.