Herrnhuter Losung

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Gemeindeleben

"Kein Platz in Bethlehem" - Weihnachtsmusical der Arche 2014

Alle Jahre wieder, aber immer aus einer neuen Perspektive präsentiert die „Arche" am 4. Advent im Gottesdienst die Geschichte der Geburt Jesu. Umrahmt wird das Programm von zahlreichen musikalischen Beiträgen der Kinder. Dabei gerät so mancher ins Staunen.P1670478 001

In diesem Jahr beeindruckten die Kinder vor allem durch ihr musikalisches Können. Während zwei Kinder als Sprecher die Erzählung der Weihnachtsgeschichte übernahmen, spielten und sangen die Kinder, die als Darsteller ihren Part hatten. Stilistisch war die Musik eher jazzig, zum Teil sogar mit coolen Rapp-Beiträgen, also sehr anspruchsvoll.

Auch die rein instrumentalen Beiträge erforderten viel Geschick und auch Mut. Wer traut sich schließlich, ganz allein vor einer großen Menschenmenge ein Klavierstück zu spielen... Hut ab vor so einer Leistung.

Pastor Albert Esau schlug in seiner Andacht den weiten Bogen von Jesu Geburt in unsere aktuelle Situation. Jesus war unerwünscht, man hatte keinen Platz für ihn. Eine Geburt im Stall wirkt auf uns inzwischen romantisch. Aber wie würden wir uns als Flüchtlinge fühlen, wenn wir in Behelfsunterkünften leben müssten und kaum eine Perspektive hätten... Albert Esau nannte drei Beispiele von Menschen in unserer Zeit, die auch niemand haben will.

Eine Frau, die aus dem Nahen Osten vor Krieg und Terror geflüchtet ist und eine Odyssee bis nach Deutschland hinter sich hat, die aber abgeschoben werden soll.

Ein Kind, das das 10. Kind in einer Familie ist, die in Hongkong lebt. Alles ist überfüllt, diese zwölf Personen wohnen in zwei Zimmern.

Ein Obdachloser, der in Berlin lebt. Man nimmt ihn nicht ernst, er lebt auf der Straße. Wenn er sich abends einen Platz zum Schlafen sucht, scheucht man ihn weg, denn an den Orten, wo es einigermaßen erträglich ist, will man ihn nicht haben.

Jesus hatte schlechte Startbedingungen, aber er hat das alles überlebt. Er wurde älter und konnte den Menschen vermitteln, dass bei Gott noch eine Menge Platz für Menschen ist, und zwar für alle! Bei ihm braucht man nichts vorzuweisen. „Gott hat ein weites Herz und viele Wohnungen", waren Albert Esaus Schlussworte. Ein großartige Einladung, es persönlich auszuprobieren.