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Gemeindeleben

LEBENS:KUNST - die 5. Nacht der Offenen Kirchen in Wermelskirchen

Der Mensch als kunstvolles Geschöpf Gottes, die Worte der Bibel oder das Erlebnis göttlicher Gnade in der Kunst unseres Lebens und Überlebens und schließlich der Ausdruck unserer Lebenserfahrungen und –empfindungen in künstlerischer Kreativität (Bildkunstwerken, Tanz, Musik, Film) – dieser Zusammenhang von Leben und Kunst stand als Motto über der 5. Nacht der Offenen Kirchen am 28. November 2014, an der sich neben der Evangelischen Stadtkirche, der katholischen Pfarrkirche St. Michael und der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde erstmals auch der evangelisch-freikirchliche Treffpunkt Hoffnung beteiligte.

Die vier Gemeinden hatten sich wieder viele attraktive Programmpunkte für die einladende und verbindungsstiftende Aktion einfallen lassen, und es fiel schwer, sich  in einer der Kirchen einem künstlerischen Erlebnis zu widmen, ohne in einer anderen etwas zu verpassen. Ein Meer von Kerzenlichtern, kunstvoll aufgestellt an den Kirchentoren oder den Besuchern mitgegeben, wiesen den Weg zu den Veranstaltungsorten, vor dem Hintergrund der neuen Adventsbeleuchtung der Wermelskirchener Innenstadt an teils noch belaubten Bäumen sowie des Mondes, der aus den Wolken lugte.

Bibellesungen zur Kunst, ein gelungenes Leben zu führen, z. B. zur Kunst des Teilens oder zur Muße am Sabbat, zogen sich an den vier Orten als gemeinsamer roter Faden durch den Abend. St. Michael illustrierte mit einem Zusammenspiel von Tanz und Gebet, wie Gottes Schöpferhand in menschengeschaffene Kunst  hineinwirkt. An der Neuschäferhöhe zeigte ein kreativer Beitrag von Jugendpastor und Jugendlichen mit dem Titel „Komm ins Bild“  in Filmszenen und gesprochenem Wort, dass ein jeder, auch wenn er sich unvollkommen fühlt, doch ein Kunstwerk nach Gottes Ebenbild und zugleich künstlerischer Mitgestalter des Lebens ist.

Insgesamt lag der Schwerpunkt der künstlerischen Darbietungen allerdings auf den bildenden Künsten und der Musik. Bei ersteren spannte sich der Bogen von einer  Gemäldeausstellung in der Evangelischen Stadtkirche bis zur Kunstausstellung à la Beuys an der Neuschäferhöhe, vom Gemeindepastor mit dem Aufruf eröffnet: „Werden Sie das, was Sie sind – Lebenskünstler!“ Die vielseitigen Exponate reichten hier vom Fahrrad, Lebenselixier einer örtlichen Apothekerin, über Gemälde, Fotos und bewegliche Holzschnitzereien bis zum Lebenselixier eines Gemeindemitglieds, der Bibel, aufgeschlagen auf einem Pult.

Der Bogen der musikalischen Aufführungen reichte noch weiter. Den stärksten Kontrast erlebte, wer von den poetisch-einfühlsamen Liedern der talentierten Theologiestudentin Jelena Herder im Treffpunkt Hoffnung („Jesus, Du lässt mich leben“,  „Du malst Dein schönstes Bild auf mein zerknülltes Papier“) zu den mystischen gregorianischen Klängen in der dunkel gehaltenen katholischen Pfarrkirche wechselte. An der Neuschäferhöhe hieß man die Besucher zu Beginn des Abends mit einem schwungvollen Dixieland-Konzert willkommen, in der Stadtkirche beendete man den Abend mit der Lebenslust des Gesangs der Comedian Harmonists, gekonnt und unter Beifall dargebracht von den Comedian Organ Pipes unter Leitung des Kantors.

Den krönenden und bewegenden Abschluss der Nacht der Offenen Kirchen bildete erneut der Fackelzug mit dem Posaunenchor um die Altäre von Stadtkirche und St. Michael und am Treffpunkt Hoffnung vorbei zur Neuschäferhöhe, wo ein gemeinsames Konzert der Sängerinnen und Sänger aus allen beteiligten Gemeinden unter wechselnder Leitung ihrer Dirigenten den Abend beendete. Ein herzliches Dankeschön an die Organisatoren, die nicht nur alles planen und vorbereiten, sondern zumeist auch noch in ihrer Gemeinde die Stellung halten mussten und nur wenig Möglichkeit hatten, an LEBENS:KUNST in den anderen Gemeinden teilzuhaben.

  • Beschreibung: Der Posaunenchor bricht von der katholischen Kirche auf.
  • Beschreibung: Der Posaunenchor erreicht die Neuschäferhöhe.